Archiv für Januar, 2014

„Closing the Sale“ – wie es im Angloamerikanischen Raum genannt wird ist auch von Bedeutung bei Ihrer Bewerbung.

Ist es nicht zu aggressiv, zu fordernd oder unverschämt?
Hilft es mir denn den Job zu bekommen oder schließt es mit aus der Bewerberauswahl aus weil ich nachgefragt habe?

Die Frage kann wohl nicht so einfach beantwortet werden und ist immer vom Ablauf des Gesprächs abhängig. „Closing the Sale“ sollte jedenfalls immer erst nach dem persönlichem Vorstellungstermin angewandt werden. Wenn Sie wissen, dass es eine weitere Runde gibt, sollten Sie jeden Versuch eine Entscheidung zu bekommen unterlassen.

Jede Bewerbung ist eine Art von Verkauf. Sie bieten Ihre Erfahrung und Ihre Arbeitskraft einem Arbeitgeber an, müssen sich dabei bestmöglich verkaufen.

Auch ist es von ihrer Persönlichkeit abhängig wie stark Sie versuchen nachzuhaken.


Unabhängig davon wie Sie ein Jobinterview beenden, Sie sollten die folgenden Punkte bedenken:

1. Verlassen Sie Ihren Gesprächspartner mit dem richtigen Bild über sich:
Denken Sie an die 5 wichtigsten Fähigkeiten oder Eigenschaften die Sie als Person beschreiben. Wählen Sie dabei konkrete Eigenschaften.
Mit Antworten wie „Ich bin pünktlich und verlässlich und arbeite hart“ werden Sie kaum aus der Menge an Bewerbern herausstechen.

Verwenden Sie Eigenschaften die auch schon in der Stellenanzeige verwendet wurde um Ihre Kompetenzen für diesen Job nochmals zu beschreiben.

2. Fragen Sie den Interviewer ob Sie noch etwas beitragen können
„Gibt es noch Informationen die ich Ihnen geben kann um Sie zu überzeugen, dass ich die richtige Person für diese Stelle bin?“

3. Bekunden Sie nochmals ihr Interesse an der Stelle
„Von dem was ich bis jetzt über die Aufgabe und Ihre Firma erfahren habe, bin ich überzeugt ich dass ich die geforderten Eigenschaften und die Erfahrung für die Stelle mitbringe. Mit meiner bisherigen Erfahrung kann ich sicherlich rasch den vollen Einsatz bringen.“

4. Fragen Sie nach den nächsten Schritten
„Können Sie mir noch die nächsten Schritte zu meiner Bewerbung erklären und einen Zeitrahmen für Ihre Entscheidung bekannt geben, so dass ich mich darauf einstellen kann?“
Fragen Sie ruhig danach wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können.
Wenn Sie bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Rückmeldung ihres Interviewpartners haben rufen Sie ruhig an, und fragen Sie nach ob es bereits eine Entscheidung zu Ihrer Bewerbung gibt. Sollte es keine geben bieten Sie an noch weitere Informationen falls nötig zu senden.

5. Wie können Sie den Interviewer kontaktieren?
Fragen Sie danach wie Sie sich an Ihrem Interviewpartner bei weiteren Fragen Ihrerseits kontaktieren dürfen. Per Telefon oder per Email.
Sie zeigen dadurch, dass Sie sich weiter mit der Bewerbung beschäftigen und Interesse noch mehr als bisher zu erfahren.

„Closing the Sale“ ist wohl einer der wichtigsten Punkte.
Letztendlich wollen Sie eine Antwort auf Ihre Bewerbung. Nicht nachzufragen zeigt nur von Desinteresse oder Angst vor einer Entscheidung.

Wer fragt, ist ein Narr für eine Minute. Wer nicht fragt, ist ein Narr sein Leben lang. (Konfuzius)

Viele kennen es – das Telefoninterview.

Sie haben sich auf eine Stelle beworben und plötzlich läutet das Telefon. Die Rufnummer ist Ihnen unbekannt und ein Stimme am Telefon fragt Sie erstmals ob Sie Frau/Herr XY sind und ob Sie sprechen können. Firmen nutzen ein erstes Telefonat um die Vielzahl an Bewerbern weiter zu reduzieren und um offene Fragen zu klären.
Können Sie im ersten Anlauf nicht überzeugen werden Sie wohl nicht zu einem persönlichem Vorstellungstermin eingeladen.

Das Positive an einem Telefoninterview: Sie sind eine Runde weiter und konnten mit Ihrer schriftlichen Bewerbung die Firma zuerst mal beeindrucken!

Aber gerade Bewerber können hier schon zum ersten mal in die Falle tappen.

1. Vermeiden Sie lustige Textansagen auf Ihrem Anrufbeantworter oder Ihrer Mobilbox.
„Hier ist der vollautomatische Telefonanrufabwimmler von …“, „Wie Sie selbst hören können, bin ich nicht da. Selbst wenn ich da gewesen wäre, hätte ich aber nicht abgenommen, wenn ich gewusst hätte, dass Sie’s sind.“ oder ähnliches kommen wohl nicht sehr gut wenn ein potentieller Arbeitgeber Sie zu kontaktieren versucht.
Sobald Sie den angepeilten Job haben können Sie die Ansagen ja wieder verwenden.

2. Machen Sie Ihrem Umfeld klar, dass Sie einen Anruf erwarten und um was es bei diesem geht.
Sollten Sie gerade in Gesellschaft Ihrer Liebsten sein ziehen Sie sich zurück, sodas Sie umgestört telefonieren können. Informieren Sie bereits im Vorhinein Ihre Familie und Freunde, dass Sie Anrufe bekommen könnten und bitten Sie diese Sie durch Zurückhaltung und Ruhe zu unterstützen.
Nichts ist schlimmer wie lärmende Freunde im Hintergrund während Sie ein Personaler anruft.

3. Üben Sie nach Möglichkeit
Fragen Sie einen Freund oder Verwandten ob er mit ihnen ein Telefoninterview durchspielen kann. Sie werden besser vorbereitet sein und sicherer durch ein Telefoninterview durchkommen.


4. Sollten Sie gerade keine Zeit haben
Prinzipiell sollten Sie Zeit HABEN!! Es gibt jedoch Situationen (in der U-Bahn etc) die für ein Anrufe zu einem Telefoninterview so gar nicht passend sind. Bitten Sie den Anrufer freundlich Sie später zu kontaktieren und nennen Sie ihm/ihr unbedingt einen Zeitpunkt wann Sie in Ruhe erreichbar sind.
Fragen Sie auf jeden Fall nach seinem/ihrem Name, so können Sie beim nächsten Telefonat den Anrufer gleich beim Namen nennen.


Im Interview selbst:

– Der einfachste Tipp zuerst: LÄCHELN Sie!
– Seien Sie auf das Telefonat und die angesprochene Position vorbereitet
– Legen Sie sich Ihr Bewerbungsschreiben und Ihren Lebenslauf zurecht um nichts zu vergessen
– Begeben Sie sich auf einem Platz an dem Sie sich wohl fühlen und Platz haben
STEHEN Sie! Untersuchungen haben gezeigt, dass Sie professioneller klingen als in sitzenden oder liegenden Positionen. Lungern Sie also nicht auf der Coach herum!
– Suchen Sie sich einen Platz an dem Sie sich auch Notizen machen können
– Geben Sie konkrete und detaillierte Auskunft auf Fragen
– Stellen Sie sicher, dass man Sie gut versteht. Drehen Sie den Fernseher oder das Radio während des Telefonats ab
– Verhindern Sie Ablenkungen jeder Art
– Ist ein Termin für das Telefonat vereinbart kleiden Sie sich entsprechend. Klingt komisch da der Anrufer Sie ja nicht sehen kann. Sie fühlen sich aber professioneller als im Bademantel.
– Füllen Sie nicht die Stille! Wenn Sie ausgesprochen haben und der Anrufer seine nächste Frage überdenkt müssen Sie nicht versuchen die Stille durch sinnloses Geplapper aufzufüllen. Sie bringen sich selbst und den Anrufer durcheinander! Stellen Sie indessen eine Frage zum Job oder zur Firma.
– Lassen Sie Ihrem Interviewpartner immer den Vortritt. Fallen Sie ihm/ihr nicht ins Wort!
– Überlegen Sie sich ein starkes Ende Ihres Telefonats
– Husten, Schnäuzen oder Seufzen Sie nicht! Wenn Sie es trotzdem nicht verhindern können bitten Sie den Telefonpartner um Entschuldigung.
– Kauen Sie keinen Kaugummi, Essen oder Trinken Sie nicht!

5. Fragen Sie nach der weiteren Vorgangsweise
Wenn Sie selbst keine Fragen mehr haben bitten Sie den Anrufer Sie über die weitere Vorgangsweise zu informieren und bieten Sie ihm/ihr an für weitere fragen gerne zur Verfügung zu stehen.

6. Verabschieden Sie sich persönlich!
„Herr/Frau …, danke für das nette Gespräch! ich freue mich auf ein weiteres Gespräch mit Ihnen!“

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