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Überwinde die Angst du selbst zu sein

2. Dez 2015 Blog

Kommentare deaktiviert für Überwinde die Angst du selbst zu sein

In so gut wie jedem Lebensbereich werden wir durch die Medien beeinflusst. Und adszu-cover-front1auch das unreflektierte Übernehmen von Werten und Glaubenssätzen, die uns von Familie, Pädagogen, Kollegen und Autoritätspersonen vorgelebt werden, schränken unser Entscheidungsvermögen massiv ein. Wie gelingt es trotzdem, sich von der sozialen Programmierung zu befreien und zurück zu den eigenen Werten zu finden? Benedikt Ahlfeld rüttelt wach, prangert das System an und fordert zum selbstbestimmten Entscheiden auf. Vor allem aber macht er dem Leser Mut: mit inspirierenden Geschichten, psychologischen Fakten und praktischen Übungen. Damit gelingt es, die Komfortzone, mit der wir uns bisher abgefunden haben, endgültig hinter uns zu lassen und ein Leben nach eigenem Standard zu beginnen. Für mehr Selbst-Bestimmung, bessere Entscheidungen und mehr Motivation zur Umsetzung.

Der Autor gibt wirkungsvolle Methoden an die Hand, mit denen eigenständiges Entscheiden zu einer Befreiungsaktion wird. Er unterstützt dabei, eigene Träume und berufliche Ziele umzusetzen. Leser erfahren die notwendigen Schritte, mit denen es gelingt, bisher gemiedene Themen mit neuer, positiver Einstellung anzupacken. Dieses Buch ist nichts für Menschen, die sich mit mittelmäßigen Entscheidungen abfinden wollen. Es richtet sich an Unternehmer, Führungskräfte, Angestellte und alle Menschen, die keine Angst davor haben, ihr bestes Selbst zu sein.

Wir alle ärgern uns über Standardabsagen von Firmen oder Personalberatern, aber was steckt eigentlich dahinter?

„Obwohl Sie über interessante Qualifikationen verfügen, müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass Sie nicht in die engere Wahl gezogen werden konnten.“

Was sagt uns dieses Feedback auf unsere Bewerbung? Leider NICHTS!

In Zuge der Recherche bin ich auf Seiten wie absage-bewerbung.de gestoßen wo jeder mit ein paar Klicks eine Standardabsage erstellt werden kann.

Personalberater und Firmen erhalten unzählige Bewerbungen. Sie haben nicht die Zeit jedem Bewerber einen Grund zu nennen.
Bei 100 Bewerbung würde dies bedeuten, dass der Personalberater bereits mehr als die Hälfte seiner Wochenarbeitszeit nur in Absagen investieren und sich mit jeder Bewerbung im Detail auseinander setzen müsste. Und oft gibt es mehr als 100 Bewerber für eine Position.

In Deutschland verstößt eine Wertung in einem Absageschreiben zusätzlich noch gegen das AGG und in Österreich wäre gegen eine ungerechtfertigte Wertung ebenfalls klagbar. Unternehmen sind damit gut beraten Standardabsagen zu versenden.
Leider ist auch ein Nachrufen des Bewerbers nur selten hilfreich. Welcher Personaler hat schon alle Bewerbungen im Kopf?


Auf jeden Fall nachrufen würde ich in Fällen wo bereits ein Bewerbungsgespräch stattgefunden hat. Denn hier haben Sie einerseits einen direkten Ansprechpartner und hatten bereits direkten Kontakt. Der Personaler müsste hier also Auskunft über die Absagegründe geben können.

Wenn Sie auf die meisten Ihrer Bewerbungen allerdings nur Absagen ohne einen Vorstellungstermin bekommen sollten Sie rasch Ihre Bewerbungen analysieren:

Habe ich mich auf die richtige Stelle beworben?
Passen meine Erfahrungen und meine Ausbildung zur ausgeschriebenen Position?
Sind meine Unterlagen selbsterklärend, mein Foto professionell?
Kann Ihr potenzieller Arbeitgeber erkennen, warum Sie ein geeigneter Bewerber sind?
Passen Schriften und Formatierungen?
Schon kleine Fehler können dazu führen dass Ihre Bewerbung aussortiert wird
War mein Motivationsschreiben auf die Stelle entsprechend angepasst?
Personaler hassen wohl auch nichts mehr wie Standardmotivationsschreiben
Überdenken Sie Ihre Formulierungen

Nehmen Sie also Standardabsagen nie persönlich, sie sind der fehlenden Zeit und der vielen Bewerber geschuldet.

Nachfolgend mal ein paar der mir zugesendeten Standardabsagen:

„Obwohl Sie über interessante Qualifikationen verfügen, müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass Sie nicht in die engere Wahl gezogen werden konnten.“

Einen faden Beigeschmack hinterlässt es trotzdem, denn hier stimmte die Branche (Telco), die Position (Vertriebsleiter) und die damit verbundene Erfahrung.

„… herzlichen Dank für Ihr Interesse an der ausgeschriebenen Position „Zentrale/r Vertriebsleiter/in“ und die Zusendungen Ihrer Bewerbungsunterlagen, die uns einen sehr guten Eindruck von Ihren Qualifikationen vermittelt haben. Wir hatten vor kurzem ein weiteres Abstimmungsgespräch mit unserem Kunden in dem die Besonderheiten dieser Position, insbesondere Branchenkenntnisse, näher erläutert wurden. Bedingt durch die speziellen Vorgaben unseres Kunden müssen wir das Suchprofil stärker als im Inserat beschrieben eingrenzen. Dies führt dazu, dass wir nur mit einem sehr engen Kreis an Kandidaten persönliche Gespräche führen können.“

Personalberater die derartige Absagen versenden gewinnen nicht gerade an Vertrauen der Bewerber.
Konnte oder wollte hier die Personalberaterfirma nicht im Vorhinein klare Gespräche über das gewünschte Kandidatenprofil führen?

„Nach Abgleich Ihrer Unterlagen mit den Anforderungen unseres Kunden muss ich Ihnen trotz Ihrer guten Qualifikation und Erfahrung diesmal leider absagen.“

Ähnliches Wording, hier schien der Auftraggeber keine Gründe angegeben zu haben

„Nach sorgfältiger Analyse aller verfügbaren Informationen bedauern wir, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir diesmal nicht in weiterführende Gespräche gehen können. Grund hierfür ist, dass wir im Sinne unseres Klienten die Priorität auf Interessenten legen müssen, deren Qualifikation und Erfahrung dem definierten Anforderungsprofil noch genauer entsprechen.“

Ok, hier passte wohl die Erfahrung im angegebenen Segment nicht.

„Sie verfügen über interessante Qualifikationen, die aber im Falle der ausgeschriebenen Position nicht in allen Punkten mit den Vorstellungen des Auftraggebers übereinstimmen. Daher müssen wir Ihnen leider für diese Position absagen.“

Auch hier wäre eine detailliertere Begründung wünschenswert

„Wir haben Ihre Unterlagen genau gelesen. Leider hat es diesmal für Sie nicht geklappt, da andere BewerberInnen dem gesuchten Anforderungsprofil noch besser entsprechen.“

Es freut mich, dass meine Bewerbungsunterlagen genau gelesen wurden. Hier passt fast alles, bis auf die gewünschte Universitäre Ausbildung. Stellenanzeigen die universitäre Ausbildung vom Bewerber wünschen betrachte ich generell mit Misstrauen. In der Generation X ist die Verbreitung eines Studiums nicht so hoch wie in der heutigen Zeit. Wünschen sich Firmen die ein Bewerberprofil mit Studium voraussetzen deshalb einen jüngeren Bewerber?

„Auch wenn Sie uns mit Ihrer Qualifikation und Ihrem bisherigen Werdegang beeindruckt haben, können wir Sie im weiteren Bewerbungsprozess leider nicht berücksichtigen. Sehen Sie diese Entscheidung bitte nur im Zusammenhang mit dieser Stellenausschreibung, nicht als eine Bewertung Ihrer Qualifikation oder Persönlichkeit.“

Beeindruckend, aber doch nicht interessant genug.

Bei allen Rückmeldungen wurde zugesagt meinen Lebenslauf in der Datenbank zu speichern.
Aber nur eine Personalberatungsfirma findet es wert interessante Stellen die mit dem Profil zumindest grob abgeglichen sind direkt per Mail zu versenden.

Welche Rückmeldungen auf Bewerbungen haben Sie bekommen? Posten Sie diese hier oder auf unserer Facebookseite

In den USA und in England ist eine Bewerbung ohne Altersangabe bereits Standard, in Deutschland wird experimentiert, in Österreich ist diese praktisch nicht vorhanden.
Der anonyme Lebenslauf verzichtet auf Altersangaben, ja sogar der Name wird verschwiegen.
Foto? Fehlanzeige!

Diese Art der Bewerbung soll Bewerber vor allem vor Diskriminierung hinsichtlich des Alters, Geschlecht oder Aussehens schützen und Personaler zwingen eine rein sachliche Entscheidung auf Grund der Erfahrung des Bewerbers zu treffen. Offiziell darf es keine Diskriminierung aufgrund des Alters geben, ebenso wenig wie  aufgrund des Geschlechts, Herkunft oder Religion. Die Wirklichkeit bei Personalentscheidungen richtet sich jedoch nicht danach. Name oder Lebensalter reichen um aus dem Bewerberpool aussortiert zu werden.

In Deutschland wurden in ausgewählten Unternehmen, wie auch in bayrischen Kommunen nur mehr anonymisierten Bewerbungen entgegen genommen. Wie immer in solchen Fällen gibt es viele konträre Meinungen und Erfahrungen.

Kommunen gaben dabei an Verpflichtungen hinsichtlich einer Einstellung von Behinderten oder einer vorgegebenen Frauenquote auch Grund der Anonymisierung nicht nachkommen zu können.
Ein weiterer Grund waren technische Hürden und der damit entstehende Aufwand. So gaben bei Onlinebewerbungen potentielle Mitarbeiter in freien Textfeldern Hinweise auf Herkunft und Geschlecht. Zusätzlich informieren sich Personaler vorab in sozialem Medien. Und wer auf Facebook sein Geburtsdatum erfasst hat und Fotos postet, und zusätzlich die Einstellungen für die Privatsphäre vernachlässigt, gibt sein Alter ebenso preis wie auf Xing, LinkedIn und anderen Seiten. Eine reine Auswahl auf Grund von Erfahrung war und ist daher nur selten möglich.

Des Weiteren obliegt die Entscheidung einer Einstellung oder zumindest eines weiteren Gesprächs letztendlich immer noch dem Personaler. Und spätestens hier geht nach einer anonymen Bewerbung die Türe zu wenn die Erwartungen des Personalers nicht mit dem Bewerber übereinstimmen. Fehlende Angaben zu Alter und Geschlecht vermehren damit den Aufwand, für Personaler und für Bewerber. Beispiele wie im Artikel von www.altersdiskriminierung.de  sprechen ebenso gegen eine Bewerbung ohne Altersangabe.

Und sind wir doch ehrlich: Jede Firma oder Abteilung hat letztendlich genaue Vorgaben hinsichtlich des Alters und Geschlechts der gewünschten potentiell zukünftigen BewerberInnen. Auch wenn es nicht ausgesprochen werden darf – da sonst gleich die Diskriminierungsfalle lauert -Entscheidungen werden genau so getroffen.

Persönlich habe ich mit einer Bewerbung ohne Altersangabe noch keine Erfahrungen gemacht, Feedback über dieses Thema können Sie gerne am Ende des Artikels in den Kommentaren an mich senden.

Eine Erfahrung habe ich jedoch gemacht:
Es ist viel schwieriger bei Personalberaterfirmen einen Vorstellungstermin zu bekommen, wie bei einer Firma die Bewerbungen direkt entgegen nimmt.
Für mich haben Personalberatungsfirmen bis dato nichts gebracht, obwohl ich bei fast allen in Österreich ansässigen Firmen in der Datenbank sein müsste. Die viel gepriesene Datenbanksuche scheint mich jedenfalls immer auszuschließen. Ob es an nicht anonymen Angaben wie mein Alter (gerade 50 geworden) liegt oder an anderen Punkten kann ich (noch) nicht beantworten.

Anonymisierte Bewerbungen sind letztlich aber auch eine reine Gewohnheitssache. Bewerber hierzulande geben in Ihren Lebensläufen jedenfalls viel mehr Informationen preis als in anderen Ländern, wie Angaben zu Hobbys oder den Eltern. Zumindest sollte man die geteilten Informationen nochmals überdenken um nicht von seinen Qualifikationen abzulenken.

Im Mittelpunkt jeder Bewerbung sollte – Nein MUSS – die Qualifikation und nicht das Hobby oder Alter stehen.

Seit einiger Zeit tun sich gerade Menschen 50plus sehr schwer einen Job zu finden. Der Trend ist seit einigen Jahren immer stärker steigend, die Verweildauer in der Arbeitslosigkeit steigt immer mehr.

Aber gerade Arbeitslose 50plus die das Gefühl haben – „mich stellt sowieso keiner mehr in meinem Alter ein“ –  könnten falsch liegen.
Wenn Sie über 50 sind und gerade ihren Jobs verloren haben, oder eine Veränderung aus dem ewigen Hamsterrad planen, machen Sie sich bewusst dass ihre Karriere noch lange nicht vorbei ist. Die Bestrebungen der Bundesregierung das faktische Pensionsalter zu erhöhen und der Blick auf das Pensionskonto machen rasch bewusst, dass mit 50 noch lange nicht Schluss ist bzw. sein kann.

Wie finden Sie jedoch 2015 einen Job in der angespannten Arbeitsmarktlage?

1. Versuchen Sie es … NICHT HÄRTER!
Ja, sie haben richtig gelesen, Versuchen Sie es NICHT.

Vielleicht kennen Sie das Gefühl morgens als Erstes und als Letztes den Blick in die Zeitungen, Jobplattformen und Jobforen zu machen.
Der ganze Tag ist damit ausgefüllt den neuesten Jobanzeigen hinterher zu laufen. Am PC, am Tablet und am Smartphone haben Sie alle möglichen Links und Jobapps installiert. Nur keine Jobmöglichkeit verpassen!

Nach Bob Sullivan, Author von The Plateau Effect: Getting From Stuck to Success ist dies jedoch gerade der falsche Weg. „Wenn Sie sich selbst in der Situation wiederfinden mehr und mehr Aufwand in etwas zu setzen was weniger und weniger Erfolg bringt, dann ist dies nicht unbedingt ein Zeichen es weiter zu versuchen“
Oder wie sagte schon Einstein: Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten

Natürlich bedeutet dies nicht komplett mit der Suche aufzuhören, aber vielleicht sollten sie sich anderen Dingen zuwenden und Jobanzeigen nur mehr 1-2x die Woche lesen.

2. Überarbeiten Sie Ihre Bewerbung und Ihren Lebenslauf

Der erste Kontakt zur Firma oder zum Personalberater passiert in den allermeisten Fällen über die schriftliche Bewerbung. Wenn Sie laufend Bewerbungen aussenden und kein Feedback, oder nur Absagen erhalten kann dies an ein paar Punkten liegen:

– Sie haben mit Ihrer Bewerbung nicht überzeugt
– Sie haben sich auf einen Job beworben ohne entsprechende Branchenerfahrung

Eines müssen wir uns bewusst sein:
Firmen erhalten auf Grund der vielen Arbeitssuchenden und vieler Wechselwilliger eine Unzahl an Bewerbungen. War es früher so, dass sich vielleicht Zwanzig bis Dreißig Bewerber gemeldet haben, müssen Firmen heute oftmals die zehnfache Menge an Bewerbungen bewältigen.
Wenn Sie hier mit Ihren Unterlagen nicht herausstechen haben Sie bereits verloren.

Wir bieten Ihnen hier professionelles Service mit Unterstützung von befreundeten Personalberatern – Lebenslaufcheck

Sollten Sie kein Feedback auf Ihre Bewerbung erhalten: Rufen Sie an!!
In jeder Position ist Aktivität mehr denn je gefragt. Und wer stellt schon zum Beispiel einen Vertriebsmitarbeiter ein der Angst hat zum Telefon zu greifen?
Ein guter Freund von mir sagte letztens: „Als du mich vor Jahren bei der Firma eingestellt hast, habe ich nachgerufen und nachgefragt. Ich bin mir nicht sicher ob ich den Job bekommen hätte, hätte ich dies nicht getan“  Es ging um einen Job als Teamleiter im Vertrieb, und Ja, vielleicht war dies gerade der ausschlaggebende Punkt warum ich ihn gewählt habe.

3. Aktualisieren Sie Ihre Spuren im Internet

Aktualisieren Sie Ihre Profile in den Sozialen Medien (Facebook, Xing, LinkedIn, …)
Googeln Sie ihren Namen und entfernen Sie Spuren die Sie selbst von anderen nicht gerne sehen würden. Firmen und Personalberater versuchen Sich als Erstes ein Bild über die Kandidaten über die zugänglichen Informationen über das Internet zu machen. Und jeder Personalberater nutzt alle möglichen Socialmedia Seiten.

4. Netzwerken Sie mehr

Netzwerken Sie mehr, bitten Sie Freunde und Bekannte Ihnen bei der Jobsuche behilflich zu sein.

Der wohl wichtigste Punkt um einen Job zu finden ist ein gutes Netzwerk. Vergraben Sie sich nicht zu Hause mit der Hoffnung dass Sie gefunden werden. Dies wird nicht passieren. Sie müssen hinaus, müssen sichtbar sein.

Registrieren Sie sich zum Beispiel auf Xing falls Sie nicht schon Mitglied sind. Tragen Sie sich in Gruppen ein die in Ihrem Gebiet, oder Ihrer Branche tätig sind und stellen Sie sich vor. Viele dieser Gruppen bieten auch regelmäßige Treffen der Mitglieder, einen idealeren und leichteren Zugang zu Kontakten in einer Vielzahl von Branchen können Sie nicht finden.

5. Schreiben Sie Teilzeit- oder Projektjobs NICHT ab

Die Generation X ist noch immer geprägt von der fixen Vorstellung eine Festanstellung finden zu müssen.

Gerade heute wo Langzeitanstellungen nur sehr schwer zu finden sind bieten Teilzeit- oder Projektarbeiten Ihnen eine Möglichkeit einen Fuß in die Türe bei Firmen zu bekommen. Sie können sich beweisen, Ihre Erfahrungen in Unternehmen einbringen und bei Erfolg besteht die Chance nach der Projektzeit fix übernommen zu werden.
Firmen sind prinzipiell zugänglich für diese Art der Probezeit. Ist das Projekt erfolgreich kann die Firma Sie übernehmen, falls nicht lässt man die Probezeit einfach auslaufen. Dies reduziert das Risiko für Firmen und gibt Ihnen die Chance auf eine langfristige Aufgabe.

Die Generation X muss sich auch an moderne Anstellungsarten anpassen. Junge Arbeitnehmer lernen bereits heute durch die Vielzahl an Praktik in Ihrer gewählten Branche Fuß zu fassen, warum soll dies also nicht auch für ältere Arbeitnehmer gelten. Auch wenn diese Jobs nicht immer hochbezahlt sind, sie sind ein Weg zurück in die Arbeitswelt.

6. Betrachten Sie alternative Wege um Geld zu verdienen

Im Internet gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten um Geld zu verdienen.

So können Sie sich bei Umfragefirmen registrieren und Ihre Meinung teilen. Auch wenn es nicht unbedingt sehr viel Geld bringt, eine 1/2 oder ganze Stunde am Tag um ein paar Euros zu verdienen hat jeder.

Auch werden immer wieder Mitarbeiter für Mystery Shopping gesucht. Hier müssen Sie nicht unbedingt selbst einkaufen, es gibt genügend Aufträge wo es um reine Informationsbeschaffung bei Servicedienstleistern geht. Wenn Sie ein gutes Gedächtnis haben, gerne mit Menschen sprechen, sich an Vorgaben halten können, und eventuell noch gerne shoppen oder Essen gehen probieren Sie es aus. Sie selbst können wählen wie viele Aufträge Sie annehmen wollen. Informieren Sie sich jedoch vor der Registrierung, denn wie in jeder Branche gibt es auch hier „schwarze Schafe“ bei den Anbietern.

7. Eröffnen Sie einen Blog.
Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Menschen und geben Sie diese weiter. Wie schon weiter oben erwähnt durchsuchen Personalberater das Internet nach Informationen über Ihre Person. Mit einem Blog können Sie Ihre Kompetenzen in Ihrem Spezialgebiet darstellen. Schreiben Sie über die letzten Trends in Ihrer Branche und potentielle Arbeitgeber werden sagen: „Wow, diese Person weiß wovon sie spricht“

Und es gibt einen weiteren Bonus zu dieser Vorgangsweise:
Vielleicht stolpern Sie über eine komplett andere Aufgabe – und vielleicht sogar ein lukrativere und eine die Sie persönlich mehr erfüllt.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein beruflich erfolgreiches Jahr 2015!

Das Thema der verpflichtenden Gehaltsangaben – gesetzlich festgelegt seit März 2011 löst bei mir eher Unbehagen als Freude aus.

Auch wenn es gut gemeint und wohl hilfreich im Sinne der Gleichstellung sein mag, einen echten Anhaltspunkt für das zu erwartende Gehalt beim neuen Job ist es – zumindest für ältere Arbeitnehmer – nicht.
Die Angaben der Firmen stellen in den meisten Fällen nur das zu erwartende Kollektivvertragliche Mindestgehalt dar. Wieviele ältere Arbeitnehmer, und vielleicht auch noch in höheren Positionen, haben zuletzt einen KV Gehalt bezogen?

Die Auswirkungen dieser Regelung treffen aber vor allem ältere Arbeitnehmer im Bewerbungsprozess.

Früher bewarb man sich auf einen Job auf Grund der Jobbeschreibung, des Aufgabengebietes. Das Gehalt wurde durch die Qualifikation bestimmt, und ich hätte mich nie getraut auf eine Stelle zu bewerben die das doppelte meines derzeitigen Gehalts bietet. Heute unterschätzt man eine Aufgabe viel leichter, das Gehalt ist ja eh so niederig. Noch dazu wird in Stellenbeschreibungen mit Titeln wie „Manager“, „Leader“ usw. inflationär umgegangen, einfach um den Job attraktiver zu machen als er eigentlich ist.

Persönlich lasse ich daher – auch wenn es vielleicht ein Fehler ist – viele Stellenanzeigen aus, die einem Vertriebsleiter der 50% Reisetätigkeit übernehmen soll und hauptverantwortlich für Kunden ist, gerade mal so ca. € 2.200,- monatlich brutto anbieten eher aus. Auch wenn der Satz „eine Überzahlung nach Qualifikation ist möglich“ enthalten ist.
Denn eine weitere Auswirkung zu diesem Thema ist, dass es zu vielen Jobs, die deutlich unterpreist ausgeschrieben werden auch viel mehr Bewerber gibt. Ein Bekannter Personalberater sprach von schon mal 150-200 Bewerbungen auf die meisten Jobs.

Vielleicht ist es ja nur eine Vermutung, aber könnte es dabei auch schon mal passieren, dass ältere Bewerber außen vor gelassen werden weil sie nicht ins Gehaltsschema passen und es sowieso genügend Bewerber gibt?? Quantität der Bewerbungen geht heute wohl über Qualität.

Als ich mich 2007, nach 9 anstrengenden Jahren als Vertriebsleiter in der Telekommunikationsbranche einer beruflichen Veränderung unterzog war die Welt der Arbeitssuchenden für mich noch so ziemlich in Ordnung.
Kurz nachdem ich mich auf die Suche nach einem neuen Job machte gab es auch schon die ersten Bewerbungsgespräche bei Personalberatern.
Der Wunsch etwas Eigenes aufzubauen war jedoch größer als der Wunsch nach einem neuen Job in dem die alten Muster wieder und wieder auftreten würden.

So entschloss ich mich selbstständig zu machen.

Seitdem hat sich bei der Jobsuche so einiges geändert, Wirtschafts- bzw. Finanzkrise hin oder her.
Nach dem Neueinstieg in die Welt der Arbeitssuchenden habe ich so viele Erfahrungen gemacht, vor allem leider hauptsächlich negative über die ich hier in diesem Blog berichten möchte.

„Closing the Sale“ – wie es im Angloamerikanischen Raum genannt wird ist auch von Bedeutung bei Ihrer Bewerbung.

Ist es nicht zu aggressiv, zu fordernd oder unverschämt?
Hilft es mir denn den Job zu bekommen oder schließt es mit aus der Bewerberauswahl aus weil ich nachgefragt habe?

Die Frage kann wohl nicht so einfach beantwortet werden und ist immer vom Ablauf des Gesprächs abhängig. „Closing the Sale“ sollte jedenfalls immer erst nach dem persönlichem Vorstellungstermin angewandt werden. Wenn Sie wissen, dass es eine weitere Runde gibt, sollten Sie jeden Versuch eine Entscheidung zu bekommen unterlassen.

Jede Bewerbung ist eine Art von Verkauf. Sie bieten Ihre Erfahrung und Ihre Arbeitskraft einem Arbeitgeber an, müssen sich dabei bestmöglich verkaufen.

Auch ist es von ihrer Persönlichkeit abhängig wie stark Sie versuchen nachzuhaken.

Unabhängig davon wie Sie ein Jobinterview beenden, Sie sollten die folgenden Punkte bedenken:

1. Verlassen Sie Ihren Gesprächspartner mit dem richtigen Bild über sich:
Denken Sie an die 5 wichtigsten Fähigkeiten oder Eigenschaften die Sie als Person beschreiben. Wählen Sie dabei konkrete Eigenschaften.
Mit Antworten wie „Ich bin pünktlich und verlässlich und arbeite hart“ werden Sie kaum aus der Menge an Bewerbern herausstechen.

Verwenden Sie Eigenschaften die auch schon in der Stellenanzeige verwendet wurde um Ihre Kompetenzen für diesen Job nochmals zu beschreiben.

2. Fragen Sie den Interviewer ob Sie noch etwas beitragen können
„Gibt es noch Informationen die ich Ihnen geben kann um Sie zu überzeugen, dass ich die richtige Person für diese Stelle bin?“

3. Bekunden Sie nochmals ihr Interesse an der Stelle
„Von dem was ich bis jetzt über die Aufgabe und Ihre Firma erfahren habe, bin ich überzeugt ich dass ich die geforderten Eigenschaften und die Erfahrung für die Stelle mitbringe. Mit meiner bisherigen Erfahrung kann ich sicherlich rasch den vollen Einsatz bringen.“

4. Fragen Sie nach den nächsten Schritten
„Können Sie mir noch die nächsten Schritte zu meiner Bewerbung erklären und einen Zeitrahmen für Ihre Entscheidung bekannt geben, so dass ich mich darauf einstellen kann?“
Fragen Sie ruhig danach wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können.
Wenn Sie bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Rückmeldung ihres Interviewpartners haben rufen Sie ruhig an, und fragen Sie nach ob es bereits eine Entscheidung zu Ihrer Bewerbung gibt. Sollte es keine geben bieten Sie an noch weitere Informationen falls nötig zu senden.

5. Wie können Sie den Interviewer kontaktieren?
Fragen Sie danach wie Sie sich an Ihrem Interviewpartner bei weiteren Fragen Ihrerseits kontaktieren dürfen. Per Telefon oder per Email.
Sie zeigen dadurch, dass Sie sich weiter mit der Bewerbung beschäftigen und Interesse noch mehr als bisher zu erfahren.

„Closing the Sale“ ist wohl einer der wichtigsten Punkte.
Letztendlich wollen Sie eine Antwort auf Ihre Bewerbung. Nicht nachzufragen zeigt nur von Desinteresse oder Angst vor einer Entscheidung.

Wer fragt, ist ein Narr für eine Minute. Wer nicht fragt, ist ein Narr sein Leben lang. (Konfuzius)

Viele kennen es – das Telefoninterview.

Sie haben sich auf eine Stelle beworben und plötzlich läutet das Telefon. Die Rufnummer ist Ihnen unbekannt und ein Stimme am Telefon fragt Sie erstmals ob Sie Frau/Herr XY sind und ob Sie sprechen können. Firmen nutzen ein erstes Telefonat um die Vielzahl an Bewerbern weiter zu reduzieren und um offene Fragen zu klären.
Können Sie im ersten Anlauf nicht überzeugen werden Sie wohl nicht zu einem persönlichem Vorstellungstermin eingeladen.

Das Positive an einem Telefoninterview: Sie sind eine Runde weiter und konnten mit Ihrer schriftlichen Bewerbung die Firma zuerst mal beeindrucken!

Aber gerade Bewerber können hier schon zum ersten mal in die Falle tappen.

1. Vermeiden Sie lustige Textansagen auf Ihrem Anrufbeantworter oder Ihrer Mobilbox.
„Hier ist der vollautomatische Telefonanrufabwimmler von …“, „Wie Sie selbst hören können, bin ich nicht da. Selbst wenn ich da gewesen wäre, hätte ich aber nicht abgenommen, wenn ich gewusst hätte, dass Sie’s sind.“ oder ähnliches kommen wohl nicht sehr gut wenn ein potentieller Arbeitgeber Sie zu kontaktieren versucht.
Sobald Sie den angepeilten Job haben können Sie die Ansagen ja wieder verwenden.

2. Machen Sie Ihrem Umfeld klar, dass Sie einen Anruf erwarten und um was es bei diesem geht.
Sollten Sie gerade in Gesellschaft Ihrer Liebsten sein ziehen Sie sich zurück, sodas Sie umgestört telefonieren können. Informieren Sie bereits im Vorhinein Ihre Familie und Freunde, dass Sie Anrufe bekommen könnten und bitten Sie diese Sie durch Zurückhaltung und Ruhe zu unterstützen.
Nichts ist schlimmer wie lärmende Freunde im Hintergrund während Sie ein Personaler anruft.

3. Üben Sie nach Möglichkeit
Fragen Sie einen Freund oder Verwandten ob er mit ihnen ein Telefoninterview durchspielen kann. Sie werden besser vorbereitet sein und sicherer durch ein Telefoninterview durchkommen.


4. Sollten Sie gerade keine Zeit haben
Prinzipiell sollten Sie Zeit HABEN!! Es gibt jedoch Situationen (in der U-Bahn etc) die für ein Anrufe zu einem Telefoninterview so gar nicht passend sind. Bitten Sie den Anrufer freundlich Sie später zu kontaktieren und nennen Sie ihm/ihr unbedingt einen Zeitpunkt wann Sie in Ruhe erreichbar sind.
Fragen Sie auf jeden Fall nach seinem/ihrem Name, so können Sie beim nächsten Telefonat den Anrufer gleich beim Namen nennen.


Im Interview selbst:

– Der einfachste Tipp zuerst: LÄCHELN Sie!
– Seien Sie auf das Telefonat und die angesprochene Position vorbereitet
– Legen Sie sich Ihr Bewerbungsschreiben und Ihren Lebenslauf zurecht um nichts zu vergessen
– Begeben Sie sich auf einem Platz an dem Sie sich wohl fühlen und Platz haben
STEHEN Sie! Untersuchungen haben gezeigt, dass Sie professioneller klingen als in sitzenden oder liegenden Positionen. Lungern Sie also nicht auf der Coach herum!
– Suchen Sie sich einen Platz an dem Sie sich auch Notizen machen können
– Geben Sie konkrete und detaillierte Auskunft auf Fragen
– Stellen Sie sicher, dass man Sie gut versteht. Drehen Sie den Fernseher oder das Radio während des Telefonats ab
– Verhindern Sie Ablenkungen jeder Art
– Ist ein Termin für das Telefonat vereinbart kleiden Sie sich entsprechend. Klingt komisch da der Anrufer Sie ja nicht sehen kann. Sie fühlen sich aber professioneller als im Bademantel.
– Füllen Sie nicht die Stille! Wenn Sie ausgesprochen haben und der Anrufer seine nächste Frage überdenkt müssen Sie nicht versuchen die Stille durch sinnloses Geplapper aufzufüllen. Sie bringen sich selbst und den Anrufer durcheinander! Stellen Sie indessen eine Frage zum Job oder zur Firma.
– Lassen Sie Ihrem Interviewpartner immer den Vortritt. Fallen Sie ihm/ihr nicht ins Wort!
– Überlegen Sie sich ein starkes Ende Ihres Telefonats
– Husten, Schnäuzen oder Seufzen Sie nicht! Wenn Sie es trotzdem nicht verhindern können bitten Sie den Telefonpartner um Entschuldigung.
– Kauen Sie keinen Kaugummi, Essen oder Trinken Sie nicht!

5. Fragen Sie nach der weiteren Vorgangsweise
Wenn Sie selbst keine Fragen mehr haben bitten Sie den Anrufer Sie über die weitere Vorgangsweise zu informieren und bieten Sie ihm/ihr an für weitere fragen gerne zur Verfügung zu stehen.

6. Verabschieden Sie sich persönlich!
„Herr/Frau …, danke für das nette Gespräch! ich freue mich auf ein weiteres Gespräch mit Ihnen!“

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